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Smart Country Convention: In SMARTinfeld ist „Stadt.Land.Tech" längst Alltagspraxis


Smart Country Convention:

In SMARTinfeld ist „Stadt.Land.Tech" längst Alltagspraxis

Eine 900-Einwohner-Gemeinde im Eichsfeld lebt bereits seit einem Jahrzehnt das diesjährige Leitmotto der SCCON. Alpha-Omega Technology zeigt in Halle 25, Stand 420 am Beispiel des Modellortes SMARTinfeld, wie digitale Lösungen ländliche Räume voranbringen.

Schimberg und Berlin, 23. September 2026 – Die SCCON widmet sich in diesem Jahr vom 13. bis 15. Oktober der Frage, wie digitale Lösungen Stadt und Land gleichermaßen erreichen. Die Gemeinde Martinfeld im thüringischen Eichsfeld hat darauf längst eine Antwort: Seit 2017 baut sie gemeinsam mit dem ortsansässigen Unternehmen Alpha-Omega Technology ein sensorbasiertes Internet of Things auf: Von der Straßenbeleuchtung, die seither Defekte selbst meldet und sich bedarfsgerecht steuern lässt, bis zur Umweltsensorik. 2023 kürte die Jury des Wettbewerbs „Digitale Orte im Land der Ideen" das Projekt in der Kategorie „Smarte Kommune" zum Sieger.


Material Pressemitteilung: 

Smart Country Convenstion: In SMARTinfeld ist „Stadt.Land.Tech" längst Alltagspraxis

                    
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Auf der SCCON steht das Thema ländliche Räume nicht von der Digitalisierung abzuhängen immer wieder im Fokus. „In Martinfeld ist das kein Prinzip mehr, sondern seit fast zehn Jahren Alltag“, sagt Jan Bose, Gründer und Geschäftsführer von Alpha-Omega Technology. SMARTinfeld ist das Ergebnis einer real aufgebauten IoT-Infrastruktur, die den Ort in Bereichen wie Umweltmonitoring und kommunaler Datenerfassung bereits heute technisch auf ein Niveau bringt, das in vielen Städten noch aussteht.

Möglich wurde das insbesondere durch zwei Entscheidungen, die sich auch auf größere Kommunen übertragen lassen: Erstens setzt Alpha-Omega Technology konsequent auf marktübliche Standardkomponenten statt kundenspezifischer Individualentwicklung. So lässt sich ein Pilotversuch in einem einzelnen Straßenzug ohne Systemwechsel auf ein ganzes Stadtgebiet ausrollen: „Wer mit Standardkomponenten startet, kann in einem Straßenzug pilotieren und im Stadtgebiet ausrollen, ohne das System zu wechseln. Ein Smart-City-Projekt muss nicht erst mit einem großen Konzept beginnen. Bei uns beginnt es mit einer Handvoll Sensoren, die man bestellt, einbaut und die am nächsten Tag Daten liefern", so Bose. 

Zweitens betreibt das Unternehmen die Datenplattform für SMARTinfeld auf eigener, in Deutschland gehosteter Infrastruktur; anders als viele Smart-City-Konzepte, die auf Cloud-Diensten außereuropäischer Anbieter aufsetzen. Sensordaten verlassen damit nicht die eigene Infrastruktur und unterliegen durchgehend deutschem und europäischem Recht, unterstützt durch die ohnehin minimalen Datenmengen, die LoRaWAN-Technik überträgt. Dass dieses Modell unkompliziert genug ist, um auch außerhalb eines Unternehmens zu funktionieren, zeigt die BG SMARTinfeld e.G.: eine von Martinfelder Bürgerinnen und Bürgern selbst getragene Genossenschaft, die Teile des Projekts inzwischen mitverantwortet.

Zwei Projekte belegen Praxistauglichkeit​

Dieses Prinzip hat sich bereits in zwei aktuellen Projekten in der Praxis bewährt: Im Landkreis Hof – einer von bundesweit 73 für das Modellprojekt „Smart Cities" ausgewählten Regionen – haben LB Elektro- und Verkehrsanlagenbau (Projektkoordination und Installation), Decentlab (Sensorik, konkret der Präzisionssensor DL-CWS2) und iot-shop als lokaler Partner im Rahmen von hoferLand.digital ein Glatteismonitoring-System an über 130 Standorten aufgebaut, das Winterdienst-Einsätze bereits heute effizienter und ressourcenschonender macht. In Gütersloh setzt dieselbe Aufstellung das Projekt „Smarter Winterdienst" um: An 14 Standorten erfassen solarbetriebene Sensoren den Straßenzustand in Echtzeit. Insbesondere nächtliche Vor-Ort-Kontrollen müssen dadurch nur noch in Zweifelsfällen erfolgen. Und Streusalz wird gezielt statt vorsorglich eingesetzt. Die Projekte werden aus dem Bundesprogramm „Modellprojekte Smart Cities made in Germany" gefördert. Eine Erweiterung auf Starkregen- und Klimafolgenanpassung ist bereits in Planung. Beide Projekte zeigen: Was in Martinfeld im Kleinen entstand, lässt sich mit derselben Partner-Kombination innerhalb kurzer Zeit auf ganze Landkreise und Städte übertragen mit direktem Nachhaltigkeitsnutzen.

Wie unkompliziert der Einstieg auch für andere Kommunen ist, lässt sich am Messestand direkt nachvollziehen: Als Betreiber von iot-shop.de, Europas größtem Onlineshop für LPWAN-Lösungen, listet Alpha-Omega Technology seine Produkte mit offenen Preisen statt ausschließlich über individuelle Angebotsprozesse. Über 1.000 Produkte von mehr als 100 Herstellern wurden seit 2017 in über 50 Länder ausgeliefert. Eine Kommune kann so einen ersten Pilotversuch budgetieren, ohne vorab ein umfangreiches Vergabeverfahren anzustoßen.

Projektpartner

Die Messtechnik für beide Projekte stammt von Decentlab. Der Schweizer Hersteller hat die Sensorik beigesteuert, die Fahrbahntemperatur berührungslos per Infrarot erfasst und Lufttemperatur sowie Feuchte im belüfteten Strahlungsschutz misst — die drei Werte, aus denen sich die Glättegefahr an einem Punkt ableiten lässt. Decentlab verfolgt den Ansatz, Messsysteme so zu standardisieren, dass sie sich über viele Standorte hinweg ausrollen lassen, ohne dass jeder Messpunkt zum Einzelfall wird. Dazu gehört eine Gerätearchitektur, die unterschiedliche Sensoren aufnehmen kann, und ein gepflegter Decoder, der die Rohdaten über Firmwarestände hinweg verlässlich auswertbar hält. Genau das ist im Winterdienst entscheidend: Eine Anlage, die über Jahre laufen soll, braucht Datenqualität, die auch im fünften Winter noch belastbar ist.


Montage und Inbetriebnahme der Messstellen übernahm die LB Elektro- und Verkehrsanlagenbau GmbH & Co. KG aus Bischofsmais im Bayerischen Wald. Für das Unternehmen war die Aufgabe nicht neu: Glättemeldeanlagen gehören zum Portfolio, ebenso Streckenbeeinflussungsanlagen, Zuflussregelungen, Seitenstreifenfreigaben und Dauerzählstellen. Neu war die Bauweise statt einer kabelgebundenen Anlage an der Bundesstraße eine autark versorgte Messstelle, die ihre Werte per LoRaWAN funkt und damit auch dort wirtschaftlich bleibt, wo eine klassische GMA nie gebaut würde. LB versteht sich als Turn-Key-Partner und deckt die Kette von der Planung über Kabeltiefbau, Fundamentbau und Elektrotechnik bis zur Inbetriebnahme und Dokumentation ab. Dazu gehört auch die Verkehrssicherung der Arbeitsstelle — bei Arbeiten am Verkehrsweg kein Nebenschauplatz, sondern die Voraussetzung dafür, dass überhaupt gebaut werden darf.


Sensoren, Gateways, Ortsbeleuchtung und Endgeräte

Am Gemeinschaftsstand mit seinen Hardware-Partnern können Besucher Sensoren, Gateways, Ortsbeleuchtung und Endgeräte direkt in die Hand nehmen und ausprobieren. Kerlink zeigt sein neues robustes Outdoor-Gateway die iStation M2, die auch bald schon im Netz von SMARTinfeld laufen. Decentlab bringt Umwelt- und Versorgungssensorik mit, die sich ohne Systemintegration an bestehende LoRaWAN-Netze anbinden lässt – darunter auch die in Hof und Gütersloh eingesetzten Winterdienstsensoren. LB Elektro- und Verkehrsanlagenbau ergänzt das Angebot mit Praxisbeispielen und rückt die schlüsselfertige Umsetzung sowie die langfristige Wartung von Projekten dieser Art in den Fokus. Wer eine Umsetzung in der eigenen Kommune konkret prüfen möchte, kann sich zudem zu einem Besuch vor Ort und digital in Martinfeld einladen lassen.

Kerlink: Zwei Generationen Outdoor-Gateway im direkten Vergleich

Der französische Spezialist für IoT-Netzwerkinfrastruktur Kerlink ist für seine hochwertigen Gateways bekannt. Am Gemeinschaftsstand stehen zwei Generationen direkt nebeneinander: das bewährte Outdoor-Gateway Wirnet iStation und sein neuer, für Edge- und Solarbetrieb gebauter Bruder Wirnet iStation M2.

Wirnet iStation


Das robuste Outdoor-Gateway wird weltweit in großen IoT-Projekten eingesetzt auch im Modellort „SMARTinfeld" sorgt es für die LoRaWAN-Abdeckung. Es bringt 4G-Konnektivität mit und hat integrierte interne Antennen für GPS, 4G und LoRaWAN. Ein Gerät, das seit Jahren zeigt, was es kann: montieren, anschließen, läuft.

Wirnet iStation M2


Kerlink hat den Nachfolger von Grund auf für Standorte gebaut, an denen Strom und Netz knapp sind: Mit unter 1,8 W typischer Leistungsaufnahme läuft der M2 rein solar – das optionale Solar-Kit überbrückt bis zu 10 Tage ohne Sonne. Dazu ein 64-Bit-Prozessor (i.MX8X Lite, 1 GB RAM) für Edge Computing: Daten werden vor Ort vorverarbeitet statt komplett in die Cloud geschoben. Der SX1302-Funkkern beherrscht SF5/SF6 und verarbeitet doppelt so viele Uplinks parallel wie der Vorgänger. Backhaul wahlweise über 4G/5G, WLAN oder Ethernet (PoE), Gehäuse IP67, –40 °C bis +60 °C, Lifetime-Garantie.

Wichtig: Der M2 ersetzt die iStation nicht, er ergänzt sie – überall dort, wo es keine Steckdose gibt.

Ortsbeleuchtung und IoT-Daten aus „SMARTinfeld“

Auf der SCCON 2026 macht Alpha-Omega Technology erneut seine selbst entwickelte IoT-Lösung „Ortsbeleuchtung" mit einem schaltbaren Demoaufbau einer Straßenleuchte der Schréder GmbH erlebbar. Das Produkt erleichtert Städten und Gemeinden den Einstieg in die Digitalisierung der Straßenbeleuchtung. Zum Einsatz kommen Aktoren mit einer IoT-Vernetzung auf Basis der Funktechnologie LoRaWAN. Eine mobile App für die Ortsbeleuchtung bietet unter anderem Kartenübersichten, Steuerungsmöglichkeiten und Push-Benachrichtigungen. Auf dem Gemeinschaftsstand gibt das IoT-Unternehmen den Besuchern zudem Einblick in Daten aus dem Modellort „SMARTinfeld" und informiert über das Projekt.


Über Alpha-Omega Technology

Die Alpha-Omega Technology GmbH & Co. KG mit Sitz in Schimberg (Thüringen) ist ein spezialisierter Dienstleister und Hardware-Distributor im Bereich des Internets der Dinge (IoT). Das Unternehmen betreibt mit iot-shop einen der führenden Onlineshops für LPWAN-Technologien (Low Power Wide Area Network) in Europa und bietet über 1.000 IoT-Produkte von mehr als 100 Herstellern an. Seit der Gründung im Jahr 2017 hat das Expertenteam über 5.000 Unternehmen und Kommunen bei der Umsetzung von IoT-Projekten mit Hardwarekomponenten unterstützt. Mit der komplementären Plattform iot-market.eu bietet das Unternehmen zudem ein Ökosystem für den Wissensaustausch, auf dem Anwender, Entwickler und Anbieter IoT-Lösungen präsentieren und gemeinsam die Digitalisierung vorantreiben. Weitere Informationen unter www.alpha-omega-technology.de.

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