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Glätteüberwachung im Winterdienst der Stadt Gütersloh und des Landkreises Hof

Zwei Kommunen ersetzen nächtliche Kontrollfahrten durch LoRaWAN-Sensoren, die die Temperatur der Fahrbahnoberfläche messen. Wir haben in beiden Projekten die Beschaffung und die Logistik der Sensorik übernommen von der Bemusterung über die Vorkonfiguration bis zur standortgenauen Kommissionierung.

 

Warum die Brücke vereist und die Strecke daneben trocken bleibt.

Eine klare Frostnacht von 18 bis 6 Uhr im Zeitraffer, mit den Werten, die der Sensor stündlich meldet. Auf Play drücken oder die Szene mit dem Finger ziehen.

4,4°C
18:00
18:00 Uhr
Luft9,0°C
Feuchte82%
Taupunkt6,1°C
Freie Strecke7,5°C

Ausgangssituation: Kontrollfahrten mitten in der Nacht

Zwischen November und März fährt in den meisten Kommunen jede Nacht ein Mitarbeiter des Bauhofs eine feste Route ab, um zu prüfen, ob geräumt oder gestreut werden muss. Diese Kontrollfahrt kostet Personal zur Unzeit, Fahrzeug und Kraftstoff — und zwar unabhängig davon, ob am Ende tatsächlich ausgerückt wird. In vielen Nächten war sie umsonst.

Sie hat außerdem eine Schwäche, die sich nicht durch mehr Disziplin beheben lässt: Sie sieht nur die Stelle, an der sie gerade ist. Eine Brücke am Ortsausgang liegt in klaren Nächten mehrere Kelvin unter der Ortsdurchfahrt, weil sie von unten frei umströmt wird und ihre Wärme ungehindert abstrahlt. Wer diese Brücke als letzten Punkt der Route anfährt, erfährt zuletzt von der gefährlichsten Stelle im Gemeindegebiet.

Ohne belastbaren Messwert entscheidet im Zweifel die Vorsicht, und die streut lieber einmal zu viel. Das ist nachvollziehbar, kostet aber Auftaumittel, belastet Böden und Gewässer und greift Belag und Bauwerke an. Gleichzeitig bleibt die Verkehrssicherungspflicht bei der Kommune — und im Streitfall zählt, was dokumentiert ist, nicht was jemand nachts gesehen hat.

Warum LoRaWAN Sensoren?

Ein Sensormast an einer Brücke am Ortsrand hat in der Regel weder einen Netzwerkanschluss noch eine belastbare Mobilfunkversorgung. Genau für diesen Fall ist LoRaWAN gemacht: Die Sensoren senden wenige Bytes pro Messung, kommen über Kilometer und durch Bewuchs bis zum nächsten Gateway und laufen dabei jahrelang auf einer Batterie. Ein einziges Gateway versorgt eine ganze Ortslage.

Der zweite Grund ist wirtschaftlich. LoRaWAN ist betreiberneutral. Wer das Netz einmal aufgebaut hat, nutzt es für alles Weitere mit — der Landkreis Hof betreibt auf derselben Infrastruktur unter anderem Hochwasserfrüherkennung und die Überwachung von Löschwasserbehältern. Der Winterdienst ist dort eine Anwendung von mehreren, nicht ein eigenes System mit eigenen Folgekosten.

zu den Winterdienstsensoren


Die eingesetzte Sensorik von Decentlab & Voltaic

Decentlab DL-ATM41-G2 LoRaWAN Wetterstation 11in1

Die DL-ATM41-G2 von Decentlab ist  umfassendes Wetterüberwachungsgerät für den Außenbereich. Die LoRaWAN-fähige All-in-One-Wetterstation mit Sensorik für Niederschlag, Sonneneinstrahlung, Lufttemperatur, relative Luftfeuchtigkeit, Innentemperatur, Dampfdruck, Luftdruck, barometrischer Druck, Windgeschwindigkeit und -richtung, maximale Windgeschwindigkeit, Neigungssensor, Blitzschlagzahl und durchschnittliche Blitzentfernung wird mit zwei C-Alkalibatterien betrieben und verfügt über konfigurierbare Abtast- und Upload-Intervalle . Mit der Wetterstation erhalten Sie unbeaufsichtigte Echtzeitüberwachung aus der Ferne.

Decentlab DL-SFV-001 Straßenzustands- und Temperatursensor

Der Decentlab DL-SFV ist ein LoRaWAN-fähiger, nicht-invasiver Sensor zur Erfassung von Straßenoberflächenzustand und -temperatur. Er erkennt zuverlässig, ob die Fahrbahn trocken, feucht, nass, verschneit oder vereist ist, und misst die Oberflächentemperatur mit einer Genauigkeit von ±0,3 °C. Zusätzlich erfasst der Sensor Lufttemperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftdruck und berechnet Werte wie Taupunkt, Boden- und Winddaten. Dank robuster IP67-Bauweise, Batterielaufzeit von mehreren Jahren und einfacher Installation ermöglicht der DL-SFV Sensor eine präzise, wartungsarme Straßenüberwachung für Winterdienste, Verkehrssicherheit und Smart-City-Anwendungen. 

Decentlab DL-CWS2-001 LoRaWAN Winterdienstsensor mit Strahlenschutz

Der Decentlab DL-CWS2 ist ein präziser Sensor für das Winterstraßenmanagement und misst Straßenoberflächentemperatur, Lufttemperatur und Luftfeuchtigkeit äußerst zuverlässig. Über LoRaWAN werden die Daten energieeffizient und sicher über große Entfernungen übertragen. Durch das robuste IP67-Gehäuse mit Strahlungsschutz eignet sich der Sensor ideal für dauerhaften Außeneinsatz. Im Vergleich zum DL-CWS, bei dem Temperatur- und Feuchtigkeitssensor direkt im Gehäuse integriert sind, besitzt der DL-CWS2 einen externen Sensor in einer Strahlungshaube. Diese Bauweise erlaubt besonders stabile und genaue Messungen unter anspruchsvollen Bedingungen, etwa bei hoher Luftfeuchtigkeit oder bei Taupunkt-Unterschreitung, entscheidend für Frostwarnungen und eine vorausschauende Winterdienstplanung. Mit seiner langen Batterielaufzeit und unkomplizierten Installation ist der DL-CWS2 eine zuverlässige Lösung für RWIS, smarte Infrastruktur und landwirtschaftliche Anwendungen.



Voltaic Systems K-P151-V107 100 Watt CORE Solar System

Das Voltaic K-P151-V107 100 Watt CORE Solar System liefert autarke Energie für IoT-Geräte wie LoRaWAN-Gateways, Kameras oder Sensoren. Es kombiniert ein 100 W Solarpanel mit einem 12 V / 60 Ah LiFePO4-Akku und integriertem MPPT-Laderegler, langlebig, wetterfest und ohne zusätzliches Gehäuse. Über den 12 V zu 5 V USB-C Regler können angeschlossene Geräte direkt mit USB-C versorgt werden. Ideal für Smart City, Überwachung, Umweltmonitoring und abgelegene Standorte.


 








Sensorbasierte Wettererfassung für den städtischen Winterdienst


Die Stadt Gütersloh erfasst den Zustand der Fahrbahnoberfläche an ausgewählten Punkten im Stadtgebiet dauerhaft statt stichprobenhaft. Die Sensoren sitzen solarversorgt an vorhandenen Lichtmasten und an eigens gesetzten Zusatzmasten; die Messwerte laufen in die städtische Datenplattform. Beteiligt sind die Fachbereiche Stadtreinigung sowie Digitalisierung und Geoinformation.

Das erklärte Ziel der Stadt: gezielter räumen und streuen, überflüssige Fahrtwege und Streusalzeinsätze vermeiden — das schont die Umwelt und spart Kosten. Das Projekt läuft stufenweise an, weitere Standorte kommen nach und nach hinzu.Schreiben Sie etwas ...









Taupunktsensorik für ein smarteres Wintermanagement im Hofer Land


Der Landkreis Hof hat zuerst ein flächendeckendes LoRaWAN-Netz aufgebaut und nutzt es seither als gemeinsame Grundinfrastruktur für mehrere Fachanwendungen. Die Taupunktsensorik läuft in den kreisangehörigen Städten und Gemeinden. Die Bauhöfe sehen die Lage auf einem Dashboard im „Innovationsraum Hofer Land“: alle Standorte auf einer Karte, farblich nach Gefahrenlage, dazu die aktuellen Messwerte und der Verlauf der letzten 24 Stunden.

Gemeinsam mit der Hochschule Hof entstehen aus den gesammelten Daten Prognosemodelle, die künftig stundengenaue Aussagen über die Glättewahrscheinlichkeit erlauben sollen. Perspektivisch ist eine Freigabe der Daten für Rettungsdienste, Unternehmen und Bürger vorgesehen.


Datengrundlage für die kommenden Winter

Der Nutzen wächst mit der Laufzeit. Nach der ersten Saison liegt für jeden Standort eine Messreihe vor, aus der sich ablesen lässt, welche Stellen wie oft und wie früh kritisch werden. Daraus lassen sich Streurouten neu schneiden und Bereitschaftspläne begründen und erst auf dieser Grundlage werden Prognosemodelle sinnvoll, wie sie der Landkreis Hof mit der Hochschule Hof entwickelt.


Die Vorteile der Umstellung von der Kontrollfahrt auf Sensorik

Weniger Fahrten ohne Ergebnis

Wer Blick ins Dashboard ersetzt die Runde, die nur zur Bestätigung gefahren wurde

Bedarfsgerechter Salzeinsatz

Gestreut wird, wo der Messwert es begründet. Das entlastet Böden, Gewässer und Budget

Kein Eingriff in die Fahrbahn

Infrarotmessung vom Mast ohne Fräsung, Sperrung und spätere Instandsetzung

Die kritischen Stellen zuerst

Brücken, Senken und Nordhänge melden sich selbst, statt am Ende der Route aufzutauchen

Lückenlose Dokumentation

Messwert ist mit Zeitstempel gespeichert und im Streitfall nachvollziehbar

Das Netz trägt weitere Anwendungen

Was für den Winterdienst aufgebaut wird, lässt sich für Pegel, Füllstände oder Gebäudedaten mitnutzen

Passt die Glätteüberwachung auch in ihrer Kommune ?


Sie wollen wissen, ob sich der Umstieg für Ihren Winterdienst rechnet? In einem Gespräch von etwa 30 Minuten klären wir das Wesentliche: Welche Stellen in Ihrem Gebiet frieren zuerst, ob bereits LoRaWAN-Abdeckung vorhanden ist oder aufgebaut werden muss, und was Sie eine Kontrollnacht heute kostet. Daraus ergibt sich, ob ein Pilot mit wenigen Standorten der richtige erste Schritt ist