Am Lüften führt kein Weg vorbei — aber wann und wie lange?

Raumklima, Luftqualität und Lichtverhältnisse spielen in vielen Bereichen der Wirtschaft und des Arbeitslebens eine wichtige Rolle: In Büros und Verkaufsräumen, in Produktions- und Lagerhallen und in Werkstätten, genauso wie in Sportstudios oder Schulen. Die CoV-2 Arbeitsschutzregeln vom August 2020 verpflichten Arbeitgeber sogar dazu, die Konzentration an luftgetragenen Viren in der Arbeitsumgebung soweit wie möglich zu verringern. An drei Anwendungsfällen zeigen wir, wie vielseitig das Thema Raumklima sein kann und was mögliche Lösungen sind.

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Je höher der Anteil der CO₂-Teilchen, desto höher ist der bereits geatmete Anteil der Luft

Aufgrund aktueller Arbeitschutzregeln wird empfohlen, die Qualität der Luft über eine CO₂ Messung zu überprüfen und durch verstärkte Lüftung sicherzustellen. Der CO₂ Wert gibt einen Einblick, wie oft die Luft bereits ausgeatmet wurde und ist daher ein sehr guter Indikator für Aerosole in der Luft, zu denen das Coronavirus und andere Grippeviren gehören. 

Die Gebäuden, die mit einer modernen Lüftungsanlage ausgestattet sind, sind da klar im Vorteil. Doch sehr viele Gebäude bekommen Frischluft nur durch geöffnete Fenster. Im Winter können allerdings nicht durchgängig die Fenster geöffnet bleiben. Überall dort, wo eine schnelle Umrüstung auf eine neue Klima- bzw. Lüftungsanlage nicht möglich ist, können CO₂ Sensoren Abhilfe schaffen.

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Raumklima in Büros

In Büros geht es vor allem darum, optimale Arbeitsbedingungen sicherzustellen. Dazu gehört der CO₂ Wert, nicht nur als Stellvertreter für Aerosole in der Luft, auch Kohlenstoffdioxid selber ist relevant. Bei höheren Werten sinkt die Konzentrationsfähigkeit deutlich ab und beeinflusst damit stark die Arbeitsleistung. Doch auch andere Faktoren sind relevant, zu warme oder kühle Temperaturen sind meist offensichtlich unangenehm. Die Luftfeuchtigkeit spielt ebenfalls, neben dem Wohlempfinden, eine klare Rolle in der Erkältungszeit. Bei einer zu niedrigen relativen Luftfeuchtigkeit (unter 40%) trocknen die Schleimhäute aus und deaktiveren damit einen wichtigen Schutzmechanismus gegen Infektionen. Höhere Werte der Luftfeuchtigkeit führen wiederum dazu, dass sich Partikel deutlich länger in der Luft halten können. 

Der geringe initiale Aufwand ein IoT-Netz aufzusetzen rentiert sich gleich doppelt wenn andere Funktionen zusätzlich integriert werden. Der Arbeitsalltag wird durch externe Faktoren beeinträchtigt. Zum Beispiel wird die Kalkulation von Büroflächen erschwert, da Anwesenheiten von Mitarbeitern in Home-Office-Zeiten eine unberechenbare Größe werden.    Anwesenheitssensoren registrieren die Anwesenheit einer Person am Tisch oder Meeting Room Tablets zeigen am Meetingraum an ob er gebucht ist oder nicht. Das geht sogar soweit, dass sich diese mit ihrem Outlook oder Google Calender synchronisieren und damit professionelle, praktikable Lösungen zur Verfügung stehen. 

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Passende Raumklimasensoren für Büros


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Raumklima in Schulen

Über die Luftqualität in Schulen wird im Zusammenhang mit Asbest, PCB, Feinstaub oder im Kontext der energetischen Gebäudesanierung seit Jahren diskutiert. Doch es geht nicht nur um die Gesundheit: Faktoren wie Sauerstoffgehalt, Lichtverhältnisse und Temperatur wirken sich auch auf die Leistungsfähigkeit in Klassenräumen aus. Die Kommission Innenraumlufthygiene (IRK) des Umweltbundesamtes hat daher mit dem „Leitfaden für die Innenraumlufthygiene in Schulgebäuden“ bereits im Jahr 2008 Richtlinien für Schulen herausgegeben. Seit der Ausbreitung von Covid-19 rückt die Diskussion um wirksame Schutzmaßnahmen die Luftqualität  ins Licht der Öffentlichkeit.

Ein geringer CO2-Gehalt ist ein Anhaltspunkt dafür, dass auch die Virenlast in den Aerosolen gering ist. Damit Kinder und Lehrer nicht frieren und die Heizkosten im Rahmen bleiben, möchte in der kalten Jahreszeit niemand häufiger und länger lüften als nötig. Doch woher wissen Lehrkräfte, nach welchen Richtlinien sie wann, wie oft und wie lange die Fenster öffnen sollten? Eine gute Entscheidungsgrundlage sind Daten aus Messungen, die Auskunft darüber geben, ob die Luftqualität den offiziellen Richtwerten entspricht.

Passende Raumklimasensoren für Schulen


Raumklima in Werkstätten

"Wo gearbeitet wird, fallen Späne" Dieser Satz zählt mehr denn je. Es hängt davon ab welche Werkstoffe genutzt werden und wie die individuellen Örtlichkeiten sind. Insgesamt kommen in Werkräumen und -stätten zahlreiche Raumluftbelastungen vor, die schädlich für den Menschen sind. Beim Arbeiten mit Holz können große Mengen an Feinstaub entstehen, eine Schutzausrüstung ist da obligatorisch. Feinstaubsensoren können zusätzlich helfen, die Aufmerksamkeit für das Vorkommen zu schulen und ggf. bei Grenzwerten Alarm geben. 

Ein weiterer Fokus sind organische, flüchtige Verbindungen (VOC). Beim Verarbeiten von Werkstoffen werden diese zum Teil gasförmig und gehen so in die Raumluft über. Häufig kommen sie in Lacken, Farben und Klebestoffen vor und sind daher alltäglich anzutreffen. Die Dämpfe verursachen meist Kopfschmerzen und reizen die Schleimhäute. Es gibt auch glänzlich unbedenkliche VOC wie Terpene, die im Holz vorkommen, doch einige bewirken auch stärkere Beschwerden. Desweiteren werden andere chemische oder organische Materialien im Handwerk wie auch im Bauwesen genutzt und für sehr viele davon gibt es spezielle LoRaWAN Sensoren. 

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Passende Raumklimasensoren für Werkstätten


Raumklima in Sportstudios

Die Anforderungen an das Raumklima in Sportstudios ist enorm. Im Trainingsbereich wird viel Sauerstoff verbraucht und verbrauchte Luft ausgeatmet. In diesen Räumen steigt die Luftfeuchtigkeit durch Verdunstungen der Trainierenden schnell und stark. Das Tragen von Masken während dem Sport ist kaum möglich und es werden sogar verstärkt Aerosole ausgeatmet, was die Voraussetzungen für den Betrieb in der kälteren Jahreszeit noch komplexer machen.  Gleichzeitig brauchen diese beim Sport umso mehr angenehme Bedingungen. Die Luft muss ständig ausgetauscht werden sowie die Temperatur und Luftfeuchtigkeit konstant komfortabel bleiben. 

Im Duschbereich hingegen gibt es andere Bedingungen. Es braucht wärmere Temperaturen und die Luftfeuchtigkeit ist sogar noch höher, als in den Trainingsräumen. Je nach Ausstattung ist außerdem ein Schwimmbereich und/oder ein Wellnessbereich mit Massageräumen und Sauna vorhanden. Dies sind weitere Faktoren, die das Raumklima in Fitnessstudios komplex machen. Mit LoRaWAN lässt sich ein individuelles IoT-Netzwerk aufbauen, das punktuell die relevanten Daten misst und bei Bedarf Alarm gibt. 

Passende Raumklimasensoren für Sportstudios

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Auch für das Raumklima gibt es nicht die eine generelle IoT-Lösung. Jeder Fall ist speziell und wir beraten täglich unsere Kunden, um die richtige Lösung für Ihre individuelle Situation zu finden. Ob es die Beschaffung von besonderen Sensoren sind, die Beratung, welche Hardware am besten geeignet ist, das Training ihrer Mitarbeiter für den Betrieb eines IoT-Netzwerkes oder die Implementierung eines solchen, wir sind Ihr vertrauensvoller Ansprechparter für IoT.