Was macht ein LoRaWAN Gateway?
Das LoRaWAN-Gateway empfängt Daten per LoRaWAN-Funk und setzt sie in digitale Daten um. Die digitalen Daten des Sensors werden mit Meta-Daten angereichert, dann über eine TCP/IP Verbindung an den LoRaWAN-Netzwerkserver weitergegeben. Ebenso werden Daten des LoRaWAN-Netzwerkservers entgegen genommen und an die Sensoren weitergeleitet. Die TCP/IP Verbindung kann entweder per Ethernet, WLAN oder Mobilfunk erfolgen. Diese Verbindung zum LoRaWAN-Netzwerkserver nennt man Backhaul.
Der LoRaWAN-Gateway kann die Daten dabei nicht entschlüsseln, da keine Schlüsselinformationen im Gateway vorliegen. Er kann nicht bestimmen, ob das LoRaWAN-Gerät auf dem Netzwerkserver, an den es sendet, bekannt ist und bekommt auch keine Rückmeldung darüber. Dies ist bewusst so gestaltet, sodass auch jemand, der physischen Zugang zum Gateway hat und sich eventuell sogar einloggen kann, keinerlei Möglichkeit hat in die Kommunikation zwischen Server und Sensor zu schauen.
Klingt einfach, gibt es etwas zu beachten beim Betrieb eines Gateways im LoRaWAN-Netzwerk?
Eine ganze Menge sogar, zwar sind die Aufgaben des Gateways recht simpel, viele davon sind sind aber auch zeitkritisch. Beim Join und wenn der LNS eine Downlink Nachricht an den Sensor schicken will, ist der Sensor nur eine gewisse Zeit auf Empfang. In dieser Zeit müssen folgende Sachen passieren:
- Das Paket muss zum LNS
- Der LNS muss das Paket entschlüsseln
- Der LNS muss eine Antwort erstellen
- Die Antwort verschlüsseln
- An das Gateway übertragen
- Das Gateway muss die Antwort versenden
Neben der Geschwindigkeit muss die Software des Gateways auch entsprechend robust sein, um Verbindungsabbrüche und unvorhergesehene Zustände sicher abzufangen und den Gateway wieder auf Empfang zu bringen.
Zusätzlich sind LoRaWAN-Gateways natürlich physische Geräte in der realen Welt, die oft auch im Außenbereich Wind und Wetter ausgesetzt sind. Entsprechende Gehäuse müssen also entsprechend Wasser und Staub geschützt sein und einen Betrieb der Hardware sowohl bei - 20 als auch bei + 40 °C gewährleisten können. LoRaWAN-Gateways funktionieren umso besser, je höher sie montiert werden, aber wenn so ein Gateway der höchste Punkt eines Gebäudes ist, darf ein Blitzschutz an der Antenne nicht fehlen.
Puh, das ist doch ganz schön kompliziert
Keine Angst, alle LoRaWAN-Gateways in unserem Sortiment haben entsprechende Firmware, die sich um das Netzwerkmanagment kümmert, die Weiterleitung der LoRaWAN-Pakete übernimmt der Packet-Forwarder. Dabei haben Sie die Wahl zwischen SPF/CPF und Basic Station. Sie müssen also keine Software für das Gateway entwickeln.
Und welches LoRaWAN Gateway soll ich jetzt kaufen?
Das hängt von Ihnen und Ihrem Anwendungsfall ab, wir stellen Ihnen mal ein paar Geräte vor:
The Things Indoor Gateway
Anwendungen:
Erste Versuche mit LoRaWAN-Geräte in der eigenen Wohnung / im Büro mit TTN / TTI
Sehr klein Geringer Konfigurationsaufwand
Nur WLAN als Backhaul Nur nutzbar bei TTN / TTI Geringe ReichweiteWar
Wifx L1 Gateway mit Antenne
Anwendungen:
LoRaWAN-Installationen auf Werksgeländen und Betriebshöfen, wo mehr Reichweite benötigt wird.
Komplettpaket (Netzteil + Antenne sind dabei) Gutes Webinterface Geringe Größe
Nur Ethernet als Backhaul
Kerlink iFemtoCell und iStation
Anwendungen:
Professioneller Rollout von Geräten für ein großes LoRaWAN-Netzwerk
4G Modem Sehr stabile Software Umfangreiche Zertifizierungen
Konfiguration ist sehr komplex Kein Webinterface
Gibt es noch mehr Gateways?
Ja, Sie finden eine große Auswahl, die stetig erweitert wird, in unserem Shop . Ihr gewünschtes Produkt ist nicht dabei? Dann fragen Sie bei uns an! Durch unser großes Netzwerk haben wir Zugang zu weiteren Produkten und können Ihnen auch nicht gelistete Produkte beschaffen.